{"id":2,"date":"2020-06-08T15:19:42","date_gmt":"2020-06-08T15:19:42","guid":{"rendered":"https:\/\/bjoernklein.net\/?page_id=2"},"modified":"2024-02-28T10:45:55","modified_gmt":"2024-02-28T10:45:55","slug":"sample-page","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bjoernklein.net\/?page_id=2","title":{"rendered":"B\u00fccher"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was macht die Digitalisierung mit der Politik? <\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/4.0\/\"><\/a> Open Access Ver\u00f6ffentlicht von <a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/search?query=*&amp;publisherFacet=De+Gruyter+Oldenbourg\">De Gruyter Oldenbourg<\/a> 2022<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/9783110785265\/html#overview\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"689\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.mixedsignals.info\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/product_pages-689x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-269\" srcset=\"https:\/\/bjoernklein.net\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/product_pages-689x1024.jpg 689w, https:\/\/bjoernklein.net\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/product_pages-202x300.jpg 202w, https:\/\/bjoernklein.net\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/product_pages-768x1141.jpg 768w, https:\/\/bjoernklein.net\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/product_pages.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 689px) 100vw, 689px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Welche Rolle spielt Digitalit\u00e4t f\u00fcr die Aushandlung der Frage, wie wir k\u00fcnftig zusammenleben wollen? Wie wirken sich Prozesse der Digitalisierung auf die Meinungsbildung, die Formung politischer Parteien, ihre Kommunikation mit den W\u00e4hler*innen, die diskursive Formierung von Themen, die Herstellung von Mehrheiten und deren Regulierung aus?<\/p>\n\n\n\n<p>Der vorliegende Band bietet eine konstruktive Perspektive auf die Herausforderungen einer zunehmend durch Digitalisierung gepr\u00e4gten Gesellschaft. Die Beitr\u00e4ge versammeln neben Diagnosen der gegenw\u00e4rtigen Lage auch Konzepte und spekulative Zukunftsentw\u00fcrfe, die das Anliegen einer gerechteren Gesellschaft verbindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Expert*innen aus Wissenschaft, Journalismus und Praxis skizzieren zentrale Ergebnisse der zweiten &#8222;Die\u00dfener Klausur Mensch|Maschine|Zukunft&#8220;, die im heutigen, vielfach von kulturkritischen und pessimistischen Perspektiven gepr\u00e4gten Diskurs \u00fcber Digitalisierung einen Raum f\u00fcr konstruktive Entw\u00fcrfe, Einw\u00fcrfe und Provokationen macht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Self-Writing around 1900 \u2013 Fractured Identities in NewYork City<\/h2>\n\n\n\n<p>eDiss., Georg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen, G\u00f6ttingen 2019.&nbsp;<strong><a href=\"http:\/\/hdl.handle.net\/21.11130\/00-1735-0000-0003-C17D-7\">http:\/\/hdl.handle.net\/21.11130\/00-1735-0000-0003-C17D-7<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"726\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.mixedsignals.info\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Bildschirmfoto-2021-02-06-um-18.10.59-726x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-135\" srcset=\"https:\/\/bjoernklein.net\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Bildschirmfoto-2021-02-06-um-18.10.59-726x1024.png 726w, https:\/\/bjoernklein.net\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Bildschirmfoto-2021-02-06-um-18.10.59-213x300.png 213w, https:\/\/bjoernklein.net\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Bildschirmfoto-2021-02-06-um-18.10.59-768x1084.png 768w, https:\/\/bjoernklein.net\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Bildschirmfoto-2021-02-06-um-18.10.59.png 944w\" sizes=\"auto, (max-width: 726px) 100vw, 726px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Meine Dissertation untersucht die Vielfalt und Uneindeutigkeit urbaner Identit\u00e4ten in New York City um 1900. Mit einem praxeologischen und transsektionalen Ansatz werden die\u00a0Praktiken des Schreibens und die damit verbundenen Selbst-Bildungspraktiken von vier\u00a0Schriftsteller_innen analysiert. Die vier Ausgangsfiguren f\u00fcr meine Analyse sind erstens\u00a0Ralph Werther, ein Rechtsanwaltsgehilfe, der unter dem Namen Jennie June auch als \u00bbFemale\u00a0Impersonator\u00ab und \u00bbCross-Dresser\u00ab in New York unterwegs war und dies in\u00a0autoethnographischen Texten im New York Medico-Legal Journal festhielt (1918\u20131922);\u00a0zweitens Elizabeth Jane Cochran, die unter ihrem Pseudonym Nellie Bly zu einer der\u00a0bekanntesten Journalistinnen der vorletzten Jahrhundertwende wurde. Sie imitierte\u00a0hysterische Frauenk\u00f6rper, um auf Blackwell Island in das dortige Women\u2019s Lunatic Asylum\u00a0zu gelangen. Ihr Weg durch New York ins Asylum wurde in zwei Artikeln in der New York\u00a0World ver\u00f6ffentlicht (1887). Drittens James Weldon Johnson, Diplomat, Komponist, Politiker\u00a0und Schriftsteller. Er beschrieb in einer fiktiven Autobiographie das Leben eines \u00bbEx-Colored\u00a0Man\u00ab (1912) und dadurch auch die Fiktionalit\u00e4t und Realit\u00e4t der so genannten Color Line in\u00a0den USA. Viertens der \u00bbSelf-Government\u00ab Reformer und Politiker Richard Ward Greene Welling, der sich nach extensiver Vorbereitung \u2013 festgehalten in seinem Tagebuch \u2013 auf dem\u00a0Bradley-Martin Ball (1897) als Miantanamoh, Sachem der Narragansett, verkleidete. Diese\u00a0vier Schriftsteller_innen erschufen reale und imaginierte Territorien von \u00bbNew Women\u00ab,\u00a0\u00bbEx-Colored Men\u00ab, \u00bbNative Americans\u00ab, \u00bbAndrogynes\u00ab und \u00bbFairies\u00ab. Um die Praktik des\u00a0Schreibens in Bezug auf die Selbst-Bildungsprozesse zu untersuchen, werden Tageb\u00fccher,\u00a0Romane, Autobiographien, Artikel in Tageszeitungen, Aufs\u00e4tze in Fachzeitschriften, sowie\u00a0die Korrespondenzen der Schriftsteller_innen herangezogen. Die in diesen Texten\u00a0beobachtbaren Selbst-Bildungen stehen in einem wechselseitigen Verh\u00e4ltnis zu den\u00a0insbesondere durch medizinische und juridische Diskursfelder hervorgebrachten\u00a0Subjektpositionen. Die umfassenden politischen, kulturellen und technologischen\u00a0Ver\u00e4nderungen in New York City um die vorletzte Jahrhundertwende beeinflussten die\u00a0Selbstbildungspraktiken \u2013 aber determinierten diese nicht. Ein zentrales Ergebnis der Studie\u00a0ist somit, dass Lesarten der Moderne als stabile, historische Zeitperiode \u2013 unter\u00a0Ber\u00fccksichtigung der Subjektivierungsprozesse \u2013 wenig hilfreich sind. Vielmehr erscheint die\u00a0Moderne so eher als Feld von Diskontinuit\u00e4ten denn als ein monolithischer Block \u2013 bev\u00f6lkert von instabilen, zerrissenen und gebrochenen Individuen. Zugleich haben die Schriftsteller_innen in produktiver Art und Weise unterschiedliche Schreibgattungen genutzt\u00a0und so durch ihre spezifischen Praktiken des Schreibens tempor\u00e4re Identit\u00e4ten ausgebildet,\u00a0verworfen, imitiert, ver\u00e4ndert, erfunden und neu justiert. Dadurch wird zugleich eine neue\u00a0Lesart des Amerikanischen Individualismus um 1900 vorgeschlagen, die\u00a0literaturwissenschaftliche Auseinandersetzungen \u2013 insbesondere in Bezug auf die\u00a0Verh\u00e4ltnisse zwischen Fiktionalit\u00e4t und Realit\u00e4t, Imitation und Authentizit\u00e4t sowie Fakt und\u00a0Fiktion von Identit\u00e4tsbildungen \u2013 f\u00fcr eine Geschichte der Selbst-Bildungen nutzbar macht. In\u00a0einer Verbindung von Mikro- und Makrogeschichte werden so nicht nur die\u00a0dazwischenliegenden Spannungsverh\u00e4ltnisse und Machtbeziehungen deutlich, die die\u00a0Praktiken des Schreibens und der Selbstbildungsprozesse beeinflussten, sondern wird dar\u00fcber\u00a0hinaus die Relevanz der imaginierten R\u00e4ume und realen Orte f\u00fcr die Stadtgeschichte deutlich.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;First, unshackle ourselves from fear, for it alone is our omnipresent enemy&#8220;. Homosexualit\u00e4t in den USA 1948-1963<\/h2>\n\n\n\n<p>Berlin, Lit 2012 (Geschlecht \u2013 Kultur \u2013 Gesellschaft 17); X, 100 S.; brosch., 19,90 \u20ac; ISBN 978-3-643-11890-5<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"707\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.mixedsignals.info\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bildschirmfoto-2021-01-21-um-16.36.15-707x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10\" srcset=\"https:\/\/bjoernklein.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bildschirmfoto-2021-01-21-um-16.36.15-707x1024.png 707w, https:\/\/bjoernklein.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bildschirmfoto-2021-01-21-um-16.36.15-207x300.png 207w, https:\/\/bjoernklein.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bildschirmfoto-2021-01-21-um-16.36.15.png 708w\" sizes=\"auto, (max-width: 707px) 100vw, 707px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><\/h3>\n\n\n\n<p>Rez.: Klein analysiert die aufkommende homophile Bewegung in den USA und fragt in Anlehnung an Michel Foucault, \u201ein welchem Verh\u00e4ltnis zur Macht [\u2026] Angst als Signifikant von sexuellen Diskursen in den 1950er Jahren\u201c (6) steht. Zwei Thesen liegen der Studie zugrunde: Erstens habe Angst \u201enicht nur eine repressive, sondern auch produktive Wirkungsmacht entfaltet [\u2026], die wesentlich an der Binarisierung der Geschlechter, der Genese eines sexual citizenship, an Subjektivierungsprozessen, das hei\u00dft an der Rejustierung einer heteronormativen Matrix in den 1950er Jahren beteiligt\u201c (3) war. Zweitens geht Klein davon aus, dass \u201eAngst eine relaisartige Funktion als ein Vermittlungselement von Spezialdiskursen besitzt und somit einen Interdiskurs konstituiert\u201c (5). Der Autor nutzt Michel Foucaults diskursanalytischen Ansatz sowie seine interdiskursive Weiterentwicklung durch J\u00fcrgen Link und r\u00fcckt mit der Mattachine Society und den Daughters of Bilitis zwei homophile Gruppen in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen, mit denen er sich dem Angstdispositiv n\u00e4hert. Hierf\u00fcr bezieht er sowohl Ver\u00f6ffentlichungen der homophilen Gruppen als auch zeitgen\u00f6ssische Dokumente wie etwa popul\u00e4re Zeitschriften, medizinische Handb\u00fccher, Gesetze, Gerichtsurteile und Nachrichtenbeitr\u00e4ge ein. Klein stellt fest, dass Homosexuelle in den USA im Untersuchungszeitraum als gescheiterte Personen angesehen wurden, die \u2013 so die Interpretation der zeitgen\u00f6ssischen Diskurse \u2013 abweichendes Verhalten zeigten und dadurch eine Gefahr f\u00fcr die USA darstellten. Die Angst und Sorge um den Staat richtete sich somit nicht mehr gegen das kommunistische Au\u00dfen, sondern gegen das homosexuelle Innen. Durch st\u00e4ndige Wiederholung und Zitation sei Angst zu einem Dispositiv generiert worden, so der Autor, \u201edas sich um das diskursive Schlachtfeld der menschlichen Sexualit\u00e4t legt\u201c (80). <\/p>\n\n\n\n<p>Ines Weber (IW), M. A., Politikwissenschaftlerin (Kommunikationswissenschaftlerin, Psychologin), wiss. Mitarbeiterin, Institut f\u00fcr Sozialwissenschaften, Christian-Albrechts-Universit\u00e4t Kiel.  <\/p>\n\n\n\n<p>Empfohlene Zitierweise: Ines Weber, Rezension zu: Bj\u00f6rn Klein: &#8222;First, unshackle ourselves from fear, for it alone is our omnipresent enemy&#8220; Berlin: 2012, in: Portal f\u00fcr Politikwissenschaft, http:\/\/pw-portal.de\/rezension\/35757-first-unshackle-ourselves-from-fear-for-it-alone-is-our-omnipresent-enemy_43343, ver\u00f6ffentlicht am 28.03.2013.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity aligncenter is-style-dots\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was macht die Digitalisierung mit der Politik? Open Access Ver\u00f6ffentlicht von De Gruyter Oldenbourg 2022 Welche Rolle spielt Digitalit\u00e4t f\u00fcr die Aushandlung der Frage, wie wir k\u00fcnftig zusammenleben wollen? Wie wirken sich Prozesse der Digitalisierung auf die Meinungsbildung, die Formung politischer Parteien, ihre Kommunikation mit den W\u00e4hler*innen, die diskursive Formierung von Themen, die Herstellung von [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bjoernklein.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bjoernklein.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/bjoernklein.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bjoernklein.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bjoernklein.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/bjoernklein.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":302,"href":"https:\/\/bjoernklein.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2\/revisions\/302"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bjoernklein.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}